Plenarversammlung 2010

 

Die Plenarversammlung vom 6. Mai 2010 wurde in Luzern durchgeführt.

 

Katja Gentinetta, stellvertretende Direktorin von „avenir suisse“ hat am Donnerstag, 6. Mai 2010 anlässlich der 1. Plenarversammlung der Senioren-Vereinung der CVP60+ Schweiz im Saal des Kantonsrat Luzern  eine sanfte Erhöhung des Rentenalters angemahnt. Damit trifft sie bei der neuen politischen Seniorengruppe auf offenes Gehör. Die „CVP 60plus“ wird drei Expertengruppen einsetzen, die sich unter anderem mit der Gesundheitsversorgung im Alter und der „vorzeitigen Entsorgung der älteren Arbeitgeber in die Sozialsysteme“ befassen, erklärte Präsident Dieter Meile.

Im Jahr 2050 wird jeder vierte Bewohner der Schweiz älter als 65 Jahre und die Zahl der Kinder pro Frau in der Nähe von 1,0 angelangt sein: „Wir werden immer älter und es kommen immer weniger Kinder zur Welt. Gleichwohl gehen die Erwerbstätigen noch immer mit 65 in Rente“, brachte es Katja Gentinetta, Stellvertretende Direktorin von „avenir suisse“ vor der Plenarversammlung der Seniorenvereinigung der CVP Schweiz auf den Punkt. Die im Vergleich zum OECD-Durchschnitt spürbar komfortabler ausgestattete Schweizer Altersversorgung müsse diesen Veränderungen in mannigfacher Weise Rechnung tragen. Schon heute sei absehbar, dass ab 2013 die im Umlageverfahren alimentierte AHV zu heutigen Bedingungen nicht mehr ausfinanziert werden könne. Dies werde sich spätestens im Jahr 2025 zusätzlich verschärfen, wenn ein grosser Teil der Baby-Boomer in Rente gehe. Katja Gentinetta mahnte Reformen an, die eine schrittweise Anpassung des Rentenalters ins Visier nehme. Es reiche bereits, pro Arbeitsjahr das Rentenalter um ein bis zwei Monate zu erhöhen, womit die Rentenbezugsdauer stabilisiert würde. „Schon dies würde der AHV eine zehnjährige Verschnaufpause gewähren“, ist Gentinetta überzeugt.

Senioren setzen Expertengruppen ein
Die Seniorenvereinigung der CVP Schweiz wird sich in naher Zukunft mit je einer Expertengruppe auf die Gesundheitsversorgung im Alter, die künftige Staatsstruktur im Spannungsfeld neuer föderaler Gebilde sowie das Problem der „vorzeitigen Entsorgung der älteren Arbeitgeber in die Sozialsysteme“ fokussieren, fasste Präsident Dieter Meile die am Donnerstag im Vorstand beschlossenen  Aktionsfelder zusammen. Es gehe darum, Lösungsvorschläge zu erarbeiten, die den Bürger konkret und persönlich betreffen. Diese Ergebnisse sollen in die Arbeit der CVP-Fraktion der Bundesversammlung einfliessen.

Die im letzten Herbst gegründete Seniorenvereinigung erlebe landesweit einen erfreulichen Boom. Rund ein halbes Dutzend kantonale Sektionen in der Romandie sowie in der Zentral- und Ostschweiz wurden ins Leben gerufen oder ständen kurz vor ihrer Gründung, so Dieter Meile. Das gebe der Bewegung ein solides Gewicht. Im November wird sich der erste nationale Parteitag vertieft der Weiterbeschäftigung im Alter zuwenden und gemeinsam mit nationalen Experten nachhaltige Lösungen erarbeiten.

Further Links

  • Spenden

    Die CVP60+ Schweiz bietet Ihnen die Möglichkeit, die Vereinigung mit einer Spende zu unterstützen.

    Jetzt spenden