18.11.2016 / Artikel / /

Das Erfolgsmodell Schweiz dank CVP politisch stärken

Zwei hochkarätige Referate am Parteitag 2016 der Schweizerischen Vereinigung CVP60plus in Zug: über „Perspektiven der Schweiz und der CVP“ sprach Parteipräsident Dr. Gerhard Pfister und SRG-Generaldirektor Roger de Weck äusserte sich sehr prononciert über die „Medienrevolution und die SRG“.

Zug – Aus allen Sprachregionen der Schweiz trafen sich am Freitag 18. November rund 130 Senioren und Seniorinnen zum diesjährigen Parteitag der schweizerischen Vereinigung CVP60plus, welche von a. Nationalrat Norbert Hochreutener (Wabern BE) präsidiert wird, im Burgbachsaal in Zug.

Optimierungspotenzial erkannt und anvisieren
Die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes, die Rechtssicherheit, die sozialen Werte und die politische Stabilität stärken sind wesentliche Ziele des künftigen Engagements der CVP Schweiz. Um ihre politische Kraft weiterzuentwickeln, erarbeiten die Parteigremien eine zielorientierte Strategie. „Wir haben offensichtlich viel Optimierungspotenzial“, betonte Parteipräsident und Nationalrat Gerhard Pfister. Er verwies auf die diagnostizierten Schwächen und beleuchtete Schwerpunkte der angelaufenen Strategie-Diskussionen. Durch bessere und aktuellere Themenkompetenzen und mehr Geschlossenheit bei wichtigen Zukunftsfragen könne es gelingen, bei kantonalen und nationalen Parlamentswahlen wieder Sitze und mehr politische Kraft zu gewinnen. Wir wollen nicht polemisieren sondern uns klarer positionieren“ betonte Pfister. Eine aktivere Rolle erwarte er auf allen Parteiebenen, namentlich auch von der Bewegung CVP60plus in den kantonalen Vereinigungen. „Das politische Engagement der CVP-Seniorinnen und Senioren durch wirkungsvollen Support, das breite Netzwerk und bürgernahe Meinungsbildungen sind weiterhin gefragt und letztlich mitentscheidend für bessere Perspektiven der CVP“ appellierte Pfister an die über hundert anwesenden Parteitagsteilnehmenden.

Gleichgewicht und Vertrauen bröckeln ab
Die Völkergemeinschaften hätten sich massgeblich dank der Grundwerte und des Engagement von Christdemokraten erfolgreich zu nachhaltigen Staatsformen und zwischenstaatlichen Kooperationen entwickelt, erinnerte Roger de Weck, Generaldirektor der SRG in seiner Referatseinleitung. Gleichgewicht und Vertrauen in die staatlichen Demokratien waren die tragenden Faktoren, für welche namentlich die CVP (und ihre Vorgängerparteien) Garant waren. „Diese Werte sind aktuell gefährdet“, betonte de Weck und verwies auf radikale und demagogische Entwicklungen in verschiedenen Staaten und die damit verbundenen globalen Unsicherheiten, welche zu noch mehr Krisen und Kriege neigen. Dazu kommen der digitale Umbruch und die offensichtlichen Konzentrationen in der Medienwelt. Weil gleichzeitig die Werbegelder aus den angestammten Verlagen und Institutionen umdisponiert würden und vermehrt auch ins Ausland abfliessen, fehlen unentbehrliche Ressourcen für ausgewogenen schweizerischen Journalismus und diesbezüglich auch bei der SRG. Die vielen digitalen Gratisforen, das Internet und die Socialmedias beschleunigen diese materiellen Einnahmenverluste zudem erheblich. „Der Medienmarktplatz Schweiz ist also längst nicht mehr unter einer Käseglocke“. Die Angebots-Vielfalt müsse deshalb auch politisch anvisiert werden, um einen journalistischen Einheitsbrei und einen weiteren Qualitätsverlust zu bekämpfen, konstatierte Roger de Weck. Deshalb sei „echter Service Public ein grunddemokratisches Anliegen“. was zweifellos auch im Sinne der CVP sei. Wer allerdings ein ausgewogenes Mediensystem und die öffentliche Meinungsbildung schwäche, schade letztlich einer verantwortungsbewussten Demokratie. Die SRG sei sich dieser hehren Aufgabe und Verantwortung bewusst. Sie habe sich laufend den gesellschaftlichen Veränderungen und vor allem auch den digitalen Entwicklungen gestellt. Zudem sei sie mit ihrem journalistischen Engagement in allen vier Sprachregionen sowie mit den Studios und Plattformen in den meisten Kantonen sehr bestrebt, diesen Service Public weiterhin auf gutem journalistischem Niveau aufrecht zu erhalten.

Die CVP60plus Vereinigungen aktivieren
Dem öffentlichen Parteitag vorausgehend trafen sich die Vertreter aus zwölf kantonalen CVP60plus-Vereinigungen zu einem Erfahrungsaustausch über ihre Ziele, Aktivitäten und organisatorischen Strukturen. Hauptziele dieser „Zukunftswerkstätte“ waren das interkantonale Netzwerk und die interne Kommunikation zu verstärken sowie den aktiven Gruppierungen neue Inputs zu deren Weiterentwicklung zu verschaffen. Das Erfa-Treffen im Berufsbildungszentrum Zug, die fakultativ angebotenen Stadt- oder Kirschtortenführungen sowie der eigentliche Parteitag in der Burgbachsaal wurden von der CVP60plus Zug beispielhaft administriert und organisiert.

Alois Hodel, Egolzwil LU

Weitere Auskünfte:
Norbert Hochreutener, Präsident CVP60+ Schweiz, Mattenweg 12, 3084 Wabern BE
079 301 68 17 oder hochreutener.norbert@bluewin.ch